Magst du meine Oma werden?

Gut so alt bin ich ja nun doch nicht aber diese Frage bekam ich heute gestellt, gestellt von Phillip ca 20 Jahre alt und geistig behindert. 

Wie Phillip auf die Idee kam ist eigentlich sehr traurig. 

Der junge Mann kommt regelmäßig mit und oder ohne Familie zu uns einkaufen. Er kann nicht rechnen, so sagte er mir, und braucht immer etwas Hilfe. Ich helfe gern wenn ich kann manchmal mit mehr oder weniger Geduld aber immer höflich und mit einem Lächeln. 

Heute war er mit seiner Mama da und während diese noch Getränke besorgte fragt Phillip mich nach meinem Wunsch zu Weihnachten. Ich antwortete ehrlich das ich mir Frieden wünsche in der Welt, der wohl unerfüllbarste Wunsch von allen, mehr möchte ich nicht. 

Ich glaub er hat es nicht so ganz verstanden, was aber nicht wichtig war in dem Augenblick. Er sagte dann plötzlich er wünscht sich eine liebe Oma und nicht so eine gemeine wie seine. Ich blickte seine Mutter peinlich berührt an und traute mich kaum zu fragen, tat es aber doch. 

„Ist die Oma so gemein oder sagt er das nur so?

„Nein, sagt die Mutter mit traurigem und resigniertem Blick, sie ist wirklich so. Für sie ist der Junge eben nicht das was sie sich vorgestellt hat. 

„Aber der kann doch nichts dafür es ist doch nicht seine oder ihre Schuld das der Bub so ist. 

„Ach wissen sie es ist schön das sie das sehen und sagen aber es tut auch weh wenn die eigene Mutter das nicht sehen will. 

„Willst du meine Oma sein, platzt plötzlich Phillip ins Gespräch. 

Ich konnte so schnell gar nicht wechseln und versuchte wieder an die Arbeit zu gehen. 

In dem Moment kommt Phillip zu mir drückt mich so feste und sagt „Danke du so lieb bist und sagst das es nicht meine Schuld ist das ich so bin. “

Selten bin ich sprachlos und noch seltener zu Tränen gerührt wenn es um sowas geht, ich heule schneller wenn es um ein Tier geht, aber da standen mir die Tränen in den Augen. 

Bleibt zu hoffen das die eigene Oma irgendwann versteht das sie einen tollen Enkel, der mit dem Herzen sieht, hat. 

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Montag… 

Aufwachen vor dem Wecker war nach der Zeitumstellung fast zu erwarten. Eher unerwartet ist die Tatsache das ich ausgeschlafen bin. 

Ein langer arbeitsreicher Tag liegt vor mir,soviel weiß ich, schließlich ist es Montag. Was ich aber noch nicht weiß ist wieviel mehr,als geplant, Arbeit ich haben werde. 

Ich starte positiv in den Tag und gebe die Hoffnung nicht auf das Kollegen auch welche waren. 

… abwarten 

Die Jahre ziehen ins Land 

Hui es ist schon wieder ein Jahr her das ich mich gemeldet habe. 

Wo ist es hin das Jahr? 

Gefressen von der Arbeit, vernichtet vom Leben, wie eine Wolke,gefüllt mit fröhlichen und hässlichen Momenten, im Wind verflogen. 

Viel ist passiert und doch auch nichts. 

Ich gebe nicht auf und halte an diesem Blog fest. 

Ich will es nicht loslassen, es ist ein Teil meines Lebens. 

Ich werde es füllen. Bald. 

Liebe Kunden

Wissen sie warum wir manchmal so schlecht drauf sind wenn sie im Laden sind?

Ich sag es Ihnen mal… ( an dieser Stelle schließe ich die liebenswerten,freundlichen und angenehmen Kunden aus) ….

Sie sind entweder besoffen, ja bereits morgens um 7 umweht sie eine Fahne billigen Fusels, oder sie brauchen Nachschub. Das dann aber mit einem Zeitdruck der unnötig ist. Gehen sie  doch mal früher los anstatt die Kassiererin anzuschreien das sie ihren Bus verpassen. Wahlweise bleiben Sie  mal nüchtern. Ist es wirklich unser Problem wenn  sie ihren verfluchten besoffenen (Kadaver) Körper nicht aus dem Bett bekommen. 

Ihre Kinder sind rotzig und klauen wie die Raben, währenddessen machen Sie Krach als wären sie auf dem Schulhof. Anstatt aber ihre Kinder zu erziehen gucken Sie  erbost zu uns wenn wir um Ruhe bitten. 

Merke ein Supermarkt ist kein Abenteuerspielplatz! 

Wir backen täglich und auch dass Obst und Gemüse ist täglich frisch. 

Wir öffnen zwar um 7 unsere Ware kommt aber oft erst eine Minute vor 7. Es ist unmöglich in 60 Sekunden die Ware in den Laden zu schaffen. 

Zaubern können wir nämlich nicht. 

Wenn dann aber der Laden gestürmt wird, sobald das Türschloss  aufschnappt, und statt „Guten Morgen“ ein „Warum habt ihr dies oder das nicht“ brüllt steigert das sicher unsere Freundlichkeit. Wir arbeiten uns den Arsch ab aber das sehen sie hinter den Kulissen nicht. Wir freuen uns wenn sie uns anbrüllen als wären wir schlecht erzogenen Hunde. 

Beschweren sie sich doch bitte bei der Logistik Firma die es nicht schafft um 6 zu liefern. Aber nicht wundern wenn die granteln,die sind auch schon seit 2:00 auf dem Bock. 

Ja tatsächlich,unser Markt ist nicht der einzige und darum passieren Dinge wie Verspätungen. 

Schön finde wir die auch nicht aber deswegen benehmen wir uns nicht wie Tiere. 

In diesem Sinne 

Eine Angestellte eines Supermarktes